- Kostenloser Versand ab 250,- €
- Versandbereit innerhalb von 24h
- Bequemer Kauf auf Rechnung
- Direkt vom Hersteller
Unterstützung und Beratung unter: 030 - 75668523 Mo-Fr, 09:00 - 16:00 Uhr
Oder über unser Kontaktformular.
Schutzoverall richtig anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
🧴 Produkthilfe & Anwendung
Ein Schutzoverall schützt nur, wenn er richtig angelegt und wieder ausgezogen wird
Der beste Schutzoverall nützt wenig, wenn beim An- oder Ausziehen Kontaminationen auf Haut oder Kleidung übertragen werden. Gerade das Ablegen (Doffing) gilt in Fachkreisen als kritischster Moment im Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA), da hier der größte Teil unbeabsichtigter Kontaktübertragungen entsteht. Wer eine feste Reihenfolge einhält, reduziert dieses Risiko erheblich – unabhängig davon, ob der Overall in der Reinigung, im Labor, in der Pflege oder in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt wird.
Warum die richtige Reihenfolge über den Schutzeffekt entscheidet
Ein Schutzoverall nach EN 14126 oder EN ISO 13688 ist nur so wirksam wie sein fachgerechter Einsatz. Normen definieren Materialeigenschaften und Barrierewirkung, sagen aber nichts über die praktische Handhabung im Betriebsalltag aus. Genau hier setzen betriebliche Anleitungen an: Sie übersetzen die normativen Anforderungen in einen wiederholbaren Arbeitsablauf.
Fehler beim Anlegen führen häufig zu Spannungen im Material, offenen Nahtstellen oder ungeschützten Übergängen zwischen Overall und Handschuhen bzw. Atemschutz. Fehler beim Ausziehen sind kritischer: Berührt die kontaminierte Außenseite des Overalls die eigene Haut oder Arbeitskleidung, ist die Schutzwirkung nachträglich hinfällig.
Die drei Phasen im Überblick
Der gesamte Vorgang lässt sich in drei Phasen gliedern: Vorbereitung, Anlegen (Donning) und Ausziehen (Doffing). Jede Phase hat eigene Anforderungen an Reihenfolge, Zeit und Umgebung.
Vorbereitung: Bevor der Overall angezogen wird
- Overall auf Beschädigungen, Risse oder beschädigte Nähte prüfen
- Passende Größe wählen – zu enge Overalls reißen leichter, zu weite behindern die Bewegung
- Zubehör bereitlegen: Fingerlinge oder Handschuhe, ggf. Mund-Nasen-Schutz und Haarschutz
- Schmuck, Uhren und lose Kleidungsstücke ablegen
- Hände vor dem Anziehen desinfizieren
Schritt-für-Schritt: Schutzoverall richtig anlegen
1. Beine zuerst
Der Overall wird sitzend oder mit Halt an einer Wand angezogen, beginnend mit den Beinen. Das verhindert Stolpern und reduziert den Kontakt der Außenseite mit dem Boden.
2. Reißverschluss bis zur Brust schließen
Der Reißverschluss wird zunächst nur bis zur Brust hochgezogen, damit Arme und Kapuze in Ruhe positioniert werden können.
3. Arme einführen, Kapuze aufsetzen
Beide Arme werden vollständig in die Ärmel geführt. Anschließend wird die Kapuze über den Kopf gezogen und so positioniert, dass Haaransatz und Nacken bedeckt sind.
4. Reißverschluss vollständig schließen
Erst danach wird der Reißverschluss bis zum Kragen geschlossen und die Verschlusslasche – sofern vorhanden – über dem Reißverschluss fixiert.
5. Übergänge sichern
Ärmelbündchen werden über die Handschuhe, Beinabschlüsse über das Schuhwerk gezogen. Bei Bedarf werden diese Übergänge mit Klebeband fixiert, um ein Verrutschen während der Tätigkeit zu verhindern.
| Schritt | Aktion | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| 1 | Beine anziehen | Stehend anziehen, Kontakt mit Boden |
| 2 | Reißverschluss bis Brust | Zu früh vollständig schließen |
| 3 | Arme & Kapuze | Kapuze sitzt zu locker, Nacken frei |
| 4 | Reißverschluss schließen | Verschlusslasche vergessen |
| 5 | Übergänge sichern | Bündchen liegen über statt unter Handschuhen |
Schritt-für-Schritt: Schutzoverall sicher ausziehen
Das Ausziehen erfolgt in umgekehrter Logik zum Anziehen, mit einem zusätzlichen Grundsatz: Die kontaminierte Außenseite darf zu keinem Zeitpunkt die Haut, die Arbeitskleidung darunter oder die Umgebung berühren.
1. Übergänge lösen
Klebebänder an Ärmeln und Beinen entfernen, ohne die Außenseite zu berühren.
2. Reißverschluss öffnen und Kapuze nach hinten abrollen
Der Overall wird von den Schultern nach außen gerollt – die kontaminierte Seite bleibt dabei innen.
3. Overall nach unten abrollen
Der Overall wird Stück für Stück nach unten gerollt, ohne ihn abzuschütteln. Die Innenseite bleibt außen sichtbar, die Außenseite wird nach innen eingerollt.
4. Ausziehen und entsorgen
Zuletzt wird der eingerollte Overall über die Füße abgezogen und direkt in den vorgesehenen Entsorgungsbehälter gelegt – nicht auf Ablageflächen, die anschließend weiter genutzt werden.
5. Handdesinfektion
Nach dem Ablegen von Overall und Handschuhen erfolgt eine erneute Händedesinfektion, bevor weitere Tätigkeiten aufgenommen werden.
Besondere Situationen im Betriebsalltag
Overall über Arbeitskleidung oder Kittel
In vielen Bereichen wird der Overall über einem Kittel oder der regulären Arbeitskleidung getragen. Die Reihenfolge bleibt gleich, zusätzlich ist auf ausreichende Bewegungsfreiheit im Schulterbereich zu achten, damit Nähte nicht unter Spannung stehen.
Wechsel zwischen mehreren Bereichen
Wird zwischen unterschiedlich kontaminierten Bereichen gewechselt, muss der Overall an der Schleuse abgelegt und durch einen neuen ersetzt werden. Ein Weiterverwenden über Bereichsgrenzen hinweg widerspricht dem Schutzkonzept.
Unterweisung neuer Mitarbeitender
Die korrekte An- und Ausziehreihenfolge sollte praktisch geübt werden, nicht nur schriftlich vermittelt. Eine kurze Einweisung mit Demonstration reduziert Fehler in der Praxis deutlich stärker als ein reines Merkblatt.
Häufige Fragen zum Schutzoverall
Wie lange kann ein Einweg-Schutzoverall getragen werden?
Das hängt von Tätigkeit, Belastung und Herstellerangabe ab. Bei sichtbarer Beschädigung, Durchfeuchtung oder Kontamination ist ein sofortiger Wechsel erforderlich, unabhängig von einer geplanten Tragedauer.
Kann ein Schutzoverall mehrfach verwendet werden?
Nur wenn der Hersteller dies explizit ausweist. Einweg-Overalls sind für den einmaligen Gebrauch konzipiert; eine Wiederverwendung kann die Barrierewirkung beeinträchtigen.
Welche Größe ist die richtige?
Die Größe sollte anhand der Herstellertabelle unter Berücksichtigung von Körpergröße und Arbeitskleidung darunter gewählt werden. Zu kleine Größen erhöhen das Risiko von Nahtrissen bei Bewegung.
Braucht es zusätzliches Klebeband an Übergängen?
Bei erhöhtem Kontaminationsrisiko oder feuchten Tätigkeiten ist das Abkleben von Ärmel- und Beinübergängen sinnvoll. Bei trockenen, kurzen Tätigkeiten ist es meist nicht erforderlich.
Wer legt fest, welcher Overall-Typ benötigt wird?
Die Einstufung erfolgt über die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs in Verbindung mit den Herstellerangaben zur Norm-Kategorie des Overalls.
Was tun, wenn der Overall während der Arbeit reißt?
Der Bereich sofort verlassen, den Overall nach der beschriebenen Ausziehreihenfolge ablegen und durch einen neuen ersetzen.
Ist ein Overall automatisch atemschutzkompatibel?
Nein. Kapuze und Atemschutz müssen so kombiniert werden, dass keine ungeschützte Hautstelle zwischen beiden entsteht.
Fazit: Struktur schützt
Ein Schutzoverall entfaltet seine Wirkung erst durch die richtige Handhabung. Eine feste, geübte Reihenfolge beim An- und Ausziehen ist ebenso wichtig wie die Wahl der passenden Norm-Kategorie. Betriebe, die diesen Ablauf schriftlich festhalten und regelmäßig schulen, senken das Risiko von Kontaminationen deutlich.
Passende Schutzoveralls und Zubehör für unterschiedliche Einsatzbereiche finden Sie im Sortiment von einwegbedarf24.de.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und wurde mit KI Unterstützung erstellt. Er ersetzt keine individuelle Arbeitsschutz-, Hygiene-, Rechts- oder Medizinproduktberatung. Für die konkrete Eignung eines Produkts sind Herstellerangaben, Normkennzeichnungen und betriebliche Anforderungen zu prüfen.
Einmalhandschuhe unter Preisdruck – was Unternehmen jetzt wissen und tun sollten
Schutzoverall richtig anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
PE-Handschuhe vs. Baumwollhandschuhe im Vergleich
Hygiene in Kita und Schule: Handschuhe für Krisenzeiten